Geschichte
Unsere Geschichte
Petersroda erzählt.
Ein Dorf, viele Geschichten. Petersrodas Wurzeln reichen ins Mittelalter zurück. Landwirtschaft und Bergbau, Schule und Kirche, Vereine und gemeinsame Feste haben den Ort geprägt. Begleite uns durch die Jahrhunderte und entdecke, wie aus früheren Lebenswelten das Petersroda wurde, das wir heute kennen.
Eine Zeitreise durch Petersroda
Vier Zeitabschnitte zeigen, wie sich unser Ort verändert hat – und was Menschen über Generationen miteinander verbindet.
12. Jahrhundert bis 1878
Anfänge und frühe Geschichte
Petersrodas Entstehung wird als Rodedorf auf das 12. Jahrhundert zurückgeführt. Um Kirche, Kirchplatz und Pfarrplatz entwickelte sich der alte Ortskern. Das Rittergut, dessen Herrenhaus als „Schloss“ bekannt ist, gehörte über Jahrhunderte zur Geschichte des Dorfes. Kriege und große Brände brachten Zerstörung und erforderten immer wieder einen Neubeginn. Im 19. Jahrhundert folgten weitere Veränderungen: ein eigenes Schulhaus und schließlich die Aufteilung des Rittergutes.
Hervorgehobene Meilensteine:
1256 – Ein romanisches Gotteshaus entsteht.
1376 – „Rode“ erscheint im Pfandbrief.
1826 – Die Gemeinde errichtet ein eigenes Schulhaus.
1880er-Jahre bis 1946
Vom Bauerndorf zur Industrielandschaft
Mit Brikettfabrik, Ziegelei und Kohleabbau veränderte sich das landwirtschaftlich geprägte Petersroda. Neue Wohnhäuser entstanden, elektrisches Licht und eine Trinkwasserleitung hielten Einzug. Zugleich beanspruchte der Tagebau immer mehr Land: Mühlen, Straßen und selbst der Sportplatz mussten weichen. Die beiden Weltkriege hinterließen tiefe Einschnitte. 1945 trafen Vertriebene im Dorf ein; für viele Familien war das Kriegsende von Verlust und Neubeginn geprägt.
Hervorgehobene Meilensteine:
1888 – Eine moderne Brikettfabrik entsteht.
1915 – Petersroda erhält elektrisches Licht.
1926 – Die Freiwillige Feuerwehr wird gegründet.
54 Soldaten aus Petersroda kehrten aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurück. Hinter dieser Zahl stehen Menschen, Familien und Angehörige.
Nachkriegszeit bis 2000
Petersroda im Wandel
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte der Bergbau die Umgebung. Menschen aus der Ziegelei und von „Grube Ludwig“ wurden umgesiedelt; die Bahnstrecke wurde verlegt. Im Dorf wandelte sich der Alltag: Die Schule schloss, später zog der Kindergarten in das Gebäude ein. Durch die Eigeninitiative von Einwohnern entstand eine neue Abwasserkanalisation. Nach der Wende wurden Straßen erneuert, Wohngebiete erschlossen und mit der Brücke über Bahn und Bundesstraße eine neue Verbindung geschaffen.
Hervorgehobene Meilensteine:
1963 – Die neue Bahnstrecke und der Bahnhof werden eröffnet.
1981 – Eigeninitiative ermöglicht eine neue Abwasserkanalisation.
1996 – Die Brücke über Bahn und Bundesstraße wird eingeweiht.
2001–2026
Ein Dorf gestaltet seine Zukunft
Die jüngere Ortsgeschichte erzählt von Veränderungen der Landschaft und neuen Aufgaben für die Dorfgemeinschaft. Das Wasser veränderte 2002 die Bergbaufolgelandschaft grundlegend. 2009 wurde Petersroda Teil von Sandersdorf-Brehna. Neue Wohngebiete entstanden, und der Mittelteich erhielt 2018 ein neu gestaltetes Umfeld. 2025 folgten unter anderem ein neues Feuerwehrfahrzeug, die Fertigstellung der Vereinsheimerweiterung und die Gründung des Heimatvereins. 2026 steht im Zeichen des 650-jährigen Ortsjubiläums und des 100-jährigen Bestehens der Feuerwehr.
Hervorgehobene Meilensteine:
1. Juli 2009 – Petersroda wird Teil von Sandersdorf-Brehna.
12. Oktober 2018 – Der sanierte Mittelteich und sein Umfeld werden übergeben.
2026 – 650 Jahre Petersroda und 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr.